Fibroblasting: Moderne Plasma-Therapie für straffere Haut ohne Skalpell
Kurz erklärt: Was Fibroblasting kann, wie die Plasma-Technik funktioniert und für wen sie geeignet ist. Ein praxisnaher Leitfaden zu Wirkung, Risiken, Kosten und Nachsorge — damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Was ist Fibroblasting?
Fibroblasting, oft auch als Plasma-Fibroblast- oder Plasma Pen-Behandlung bezeichnet, ist ein nicht-chirurgisches Verfahren zur Hautstraffung und -verjüngung. Ziel ist die Stimulation von Fibroblasten — den Zellen im Bindegewebe, die Kollagen und Elastin produzieren. Durch gezielte, minimale Schädigung der oberen Hautschichten regt die Behandlung die natürliche Regenerations- und Heilungsprozesse an.
Wie funktioniert die Plasma-Technik?
Ein handgeführtes Gerät erzeugt eine kleine elektrische Entladung (Plasma) zwischen einer Spitze und der Hautoberfläche. Diese Energie erzeugt mikroskopisch kleine Punktkohlen, die die Epidermis lokal verdampfen oder minimal verletzen. Die resultierende Entzündungsreaktion aktiviert Fibroblasten und führt langfristig zu einer Nachbildung von Kollagen sowie zu einer Kontraktion des Gewebes.
Wirkung und typische Anwendungsgebiete
- Straffung hängender Lider (Blepharoplastik-Alternative ohne Schnitt)
- Reduktion feiner Linien und Falten (z. B. um Mund und Augen)
- Verminderung von Hautüberschuss und kleinen Hängebereichen
- Verbesserung von Narben- und Hautstruktur
- Behandlung von Hals, Dekolleté und Händen
Vorteile gegenüber chirurgischen Eingriffen
- Minimal-invasiv: keine Skalpell-Schnitte, keine Narkose
- Kürzere Ausfallzeiten als bei operativen Eingriffen
- Geringeres Infektions- und Komplikationsrisiko bei fachgerechter Durchführung
- Relativ kostengünstiger als eine Operation
Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Wie jede ästhetische Behandlung hat auch Fibroblasting Risiken. Kurzfristig treten Rötung, Schwellung, punktförmige Krusten (Schorf) und Spannungsgefühle auf. Selten können Pigmentveränderungen, dauerhafte Narben oder Infektionen entstehen — insbesondere bei unsachgemäßer Nachsorge oder unsachgemäßer Durchführung.
Wichtige Kontraindikationen sind:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- aktive Hautinfektionen (z. B. Herpes simplex)
- Autoimmunerkrankungen oder gestörte Wundheilung
- keloidale Narbenneigung
- bekannte Licht- oder Elektroempfindlichkeiten
Ablauf einer Behandlung
- Beratung: Hautstatus, Erwartungen, Risiken und Kontraindikationen abklären.
- Vorbereitung: Reinigung, ggf. Auftragen einer betäubenden Creme (30–60 Minuten Einwirkzeit).
- Behandlung: Setzen von feinen Plasma-Punkten im gewünschten Areal (Dauer je nach Areal: 20–60 Minuten).
- Direkte Nachsorge: Kühlung, Auftragen einer Wundsalbe, ausführliche Pflegehinweise.
Je nach Befund sind 1–3 Sitzungen im Abstand von 6–8 Wochen üblich. Viele Patientinnen und Patienten sehen bereits nach der ersten Sitzung eine sichtbare Straffung; die volle Wirkung entfaltet sich über 8–12 Wochen durch Kollagenneubildung.
Nachsorge (wichtig für gutes Ergebnis)
- Die Krusten nicht abkratzen — sie fallen in der Regel nach 7–14 Tagen von selbst ab.
- Kein Make-up, keine intensiven kosmetischen Behandlungen und kein Schwimmen/Wannenbäder bis Abfallen der Krusten.
- Sonnenschutz mit hohem SPF strikt einhalten: UV-Exposition erhöht Risiko für Pigmentstörungen.
- Bei Schmerzen oder Anzeichen einer Infektion (starke Rötung, Eiter, Fieber) sofort die Behandlerin/den Behandler kontaktieren.
Kosten & Dauer der Wirkung
Die Preise variieren stark je nach Region, Behandler und zu behandelndem Areal. Kleine Bereiche (z. B. Augenlider) sind günstiger als großflächige Regionen (Hals, Bauch). Richtwerte: 200–800 EUR pro Sitzung für kleinere Zonen; umfassendere Behandlungen können deutlich teurer sein. Die Wirkung kann 1–3 Jahre anhalten, abhängig von Hauttyp, Lebensstil und individueller Alterung. Touch-ups können das Ergebnis verlängern.
Wie wähle ich einen geeigneten Anbieter?
- Fachliche Qualifikation: Erfahrung mit Plasma-Fibroblasting und nachweisbare Zertifikate.
- Vorher-nachher-Fotos echter Patientinnen/Patienten desselben Anbieters.
- Transparente Aufklärung über Risiken, Alternativen und Kosten.
- Saubere Praxisräumlichkeiten und Hygiene-Standards.
- Gute Bewertungen, aber: Einzelne schlechte Bewertungen nicht überbewerten — achten Sie auf Reaktionen der Praxis.
Weiterführende Informationen
Ein guter erster Überblick zur Plasma-Fibroblast-Therapie findet sich in englischsprachigen Fachartikeln und Patientenportalen, z. B. Medical News Today oder erklärenden Beiträgen wie bei RealSelf. Nutzen Sie diese Quellen ergänzend zur persönlichen Beratung.
Häufig gestellte Fragen (Kurzantworten)
- Tut die Behandlung weh? Mit lokaler Betäubung ist sie gut tolerierbar; kurze Schmerzen/Prickeln während der Anwendung sind möglich.
- Wie lange bin ich ausgefallen? Je nach Areal 7–14 Tage sichtbare Krusten; gesellschaftsfähig meist nach Abfall der Schorfkrusten.
- Ist das Ergebnis dauerhaft? Nicht dauerhaft — aber langfristig: oft 1–3 Jahre, abhängig von Haut und Pflege.
Fazit: Plasma-basiertes Fibroblasting ist eine effektive Option für Menschen, die eine nicht-chirurgische Straffung wünschen. Entscheidend sind eine realistische Erwartungshaltung, sorgfältige Wahl des Anbieters und eine konsequente Nachsorge. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch, um persönliche Risiken, mögliche Alternativen (z. B. Laser, Filler oder chirurgische Optionen) und die individuell beste Strategie zu klären.