Lomi Lomi Massage Nebenwirkungen: Risiken, Kontraindikationen und wie Sie sie vermeiden
Die Lomi Lomi Massage gilt als sanfte, ganzheitliche hawaiianische Behandlung — doch auch sie kann Nebenwirkungen haben. Dieser Artikel erklärt, welche Beschwerden auftreten können, wer besonders gefährdet ist und wie Sie das Risiko minimieren können.
Was ist Lomi Lomi kurz erklärt
Die Lomi Lomi Massage (häufig Lomi Lomi Nui genannt) ist eine traditionelle hawaiianische Körperarbeit, die mit fließenden, wellenartigen Bewegungen, Unterarm- und Handflächen-Techniken sowie einer ganzheitlichen Absicht ausgeführt wird. Ziel ist Entspannung, Energieregulation und oft auch seelische Klärung. Obwohl die Methode überwiegend sanft wirkt, kann sie — wie jede manuelle Therapie — Nebenwirkungen hervorrufen.
Häufige Nebenwirkungen
Die meisten Reaktionen sind mild und vorübergehend. Zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen gehören:
- Muskelkater und leichte Schmerzen: Vor allem nach intensiveren Anwendungen oder wenn tiefere Gewebeschichten bearbeitet wurden.
- Verstärkte Müdigkeit: Viele Menschen fühlen sich im Anschluss sehr entspannt oder schläfrig.
- Schwindel oder Benommenheit: Besonders bei Menschen mit niedrigem Blutdruck oder bei schnellem Aufstehen nach der Behandlung.
- Kopfschmerzen oder Übelkeit: Können durch Entspannung, veränderte Atmung oder die Freisetzung von Stresshormonen auftreten.
- Emotionale Reaktionen: Weinen, Traurigkeit oder starke Gefühle sind möglich, da Lomi Lomi oft auch psychosomatische Ebenen berührt.
- Hautreaktionen: Rötung, vorübergehende Reizungen oder in seltenen Fällen leichte Blutergüsse bei kräftigerer Massage.
Seltene, aber ernstere Risiken
- Verschlechterung bestehender Schmerzen: Bei falscher Technik oder zu intensiver Behandlung können Beschwerden akut stärker werden.
- Thromboserisiko: Bei tiefen Gewebearbeiten und bei Menschen mit Gerinnungsstörungen oder kürzlicher Thrombose besteht theoretisch ein Risiko — sprechen Sie vorab mit dem Arzt.
- Infektionen: Offene Wunden oder Hautinfektionen sollten nicht massiert werden, sonst kann sich eine Infektion ausbreiten.
- Komplikationen bei bestimmten Erkrankungen: Bei schwerer Osteoporose, unkontrolliertem Bluthochdruck, aktiver Krebserkrankung oder Herz-Kreislauf-Instabilität ist Vorsicht geboten.
Kontraindikationen — wann Lomi Lomi nicht empfohlen wird
Vor einer Lomi Lomi Massage sollten Sie auf folgende Zustände achten und diese dem Behandler mitteilen:
- Fieber, akute Infektionen, offene Wunden oder Hauterkrankungen
- Akute Entzündungen (z. B. Thrombophlebitis)
- Ungeklärte Schmerzen oder akute Verletzungen (z. B. Frakturen, Zerrungen)
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unbehandelter Bluthochdruck
- Krebserkrankungen — vor allem bei Metastasen oder während Chemotherapie/Strahlentherapie (immer ärztliche Rücksprache)
- Gerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente
- Schwangerschaft — teils kontraindiziert oder nur mit spezieller Anpassung durch erfahrene Therapeutinnen
Wer ist besonders gefährdet?
Risiken steigen bei Personen mit:
- Chronischen Erkrankungen (Herz, Blutgerinnung, Diabetes)
- Schwachem Immunsystem oder aktueller Infektion
- Niedrigem Blutdruck oder Neigung zu Ohnmachtsanfällen
- Psychischer Vulnerabilität — bei starker Traumatisierung sollte die Arbeit behutsam erfolgen
Wie Sie Nebenwirkungen vermeiden oder mindern
- Vorgespräch: Klären Sie Anamnese, Medikamente, Beschwerden und Erwartungen. Seriöse Therapeutinnen fragen gezielt nach Kontraindikationen.
- Kommunikation während der Behandlung: Sagen Sie sofort, wenn Druck, Schmerz oder Unwohlsein auftreten. Gute Praktiker passen Technik und Intensität an.
- Langsam starten: Bei Erstbehandlung lieber sanft beginnen, Intensität schrittweise erhöhen.
- Hydration: Trinken Sie vor und nach der Massage Wasser — das unterstützt den Kreislauf und den Stoffwechsel.
- Nachruhe: Planen Sie 30–60 Minuten Ruhe nach der Massage ein; vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten direkt danach.
- Medizinische Rücksprache: Bei ernsthaften Vorerkrankungen vorab mit dem Hausarzt sprechen.
Wenn Sie nach der Massage starke Symptome bemerken
Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe bei:
- Anhaltender starker Brustschmerz, Atemnot oder Ohnmacht
- Plötzlicher, starker Schmerz oder Taubheitsgefühlen
- Verdacht auf Thrombose (starke, ungewöhnliche Schwellung, Schmerzen, Rötung an einem Bein)
- Fieber oder Anzeichen einer sich ausbreitenden Infektion
Fragen, die Sie vor der Lomi Lomi stellen sollten
- Welche Ausbildung und Erfahrung haben Sie mit Lomi Lomi?
- Arbeiten Sie mit ärztlicher Freigabe bei speziellen Erkrankungen?
- Welche Techniken verwenden Sie — mehr oberflächlich oder tiefgehend?
- Wie gehen Sie mit emotionalen Reaktionen um?
- Welche Nachsorge empfehlen Sie?
Wissenschaftliche Lage und Fazit
Für Lomi Lomi gibt es weniger groß angelegte wissenschaftliche Studien als für gängige medizinische Massagetechniken. Viele Aussagen beruhen auf Erfahrungswissen und Fallberichten. Insgesamt gilt Lomi Lomi als sicher, wenn sie von qualifizierten Therapeutinnen ausgeführt wird und vorherige Gesundheitsrisiken abgeklärt sind. Die häufigsten Nebenwirkungen sind vorübergehend (Müdigkeit, Muskelkater, emotionale Reaktionen). Bei schwerwiegenden Vorerkrankungen oder unklaren Symptomen ist ärztliche Rücksprache unbedingt empfohlen.
Weiterführende Links
- Wikipedia: Massage (Überblick) — allgemeine Informationen zu Massagearten und Sicherheitshinweisen.
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) — Gesundheitsinformationen zu Prävention und Nachsorge.
Wenn Sie gezielte gesundheitliche Fragen haben, nennen Sie gern Ihre Situation (Vorerkrankungen, Medikamente, Schwangerschaft usw.), dann kann ich konkretere Hinweise geben, ob und wie eine Lomi Lomi Massage für Sie geeignet ist.
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